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des Interimspräsidenten Gieri Battaglia
zu Handen der  25. HV am  4. März 2009  
in der Marienburg Thal/Rheineck

Neuer Absatz

Geschätzte Mitglieder des Naturschutzvereins Am Alten Rhein  

Täglich werden wir am Radio, im Fernsehen und in der Presse mit negativen Meldungen überschwemmt. Darum möchte ich meinen Jahresbericht über das Vereinsjahr 2008 mit drei positiven Beispielen beginnen:
 
- Mitte Dezember gelang  unserem Wildhüter Mirko Calderara im Eselschwanzgebiet zwischen St.Margrethen und Rheineck die Beobachtung von vier Bibern, davon zwei Jungbibern. Im März 2006 hatte unser Vorstandsmitglied Markus Moser ein einzelnes Exemplar gesichtet, nachdem diese Tierart ausgerottet und  seit mehr als 150 Jahre in unserer Gegend nie mehr beobachtet werden konnte. Offenbar hat dieser einzelne Biber in der Zwischenzeit einen Partner bekommen und sich mit diesem erfreulicherweise erfolgreich fortgepflanzt.  

- Am 30.November 2008 hat das Schweizervolk die „FIALA-Initiative“, welche das Beschwerderecht von PRO NATURA, WWF, VCS, Jagd-, Forst- und Fischerei-verbänden abschaffen wollte, im Stimmenverhältnis 2:1 wuchtig, klar und massiv verworfen. Der Kanton St.Gallen mit 52045 gegen 85288 Stimmen. (Thal 770:1049, Rheineck 357:412, St.Margrethen 575:579) Frau Fiala, die sich durch ihr arrogantes Auftreten bereits im Vorfeld viele Sympathien verspielt hatte, zeigte sich allerdings als schlechte Verliererin. Erklärte sie doch umgehend, man werde im Parlament sofort „ähnliche“ Einzel-Initiativen einreichen! Wir müssen uns also auch in Zukunft auf Einiges gefasst machen!!  

- Am 2.Dezember 2008 konnte  ich in einem St.Margrether Garten (nahe der Autobahn) eine Schleiereule beobachten. Und dies an einem hellheiteren Vormittag… Seit 1973 bin ich in St.Margrethen zu Hause. Dies war meine allererste Feststellung an meinem Wohnort.

Hauptversammlung 2008
   

Vor der  24.HV (die am 5.März 08  in der Marienburg in Rheineck/Thal stattfand) referierte Dr. Ursula Tinner über „Pflanzen am Wegrand“. Die prächtigen Bilder und die fundierten Kommentare fanden allgemein grossen Anklang.   Danach wurden die üblichen Traktanden abgewickelt.   Aktuarin Silvia Hoby erklärte nach 10-jähriger wertvoller Mitarbeit im Vereinsvorstand ihren Rücktritt. Alice Güdel überreichte ihr zum Dank einen prächtigen Blumenstrauss und einen wertvollen Gutschein.   Erfreulicherweise stellten sich mit Annette Pokorny (langjährige Sekundarlehrerin am OZ Thal) aus Lutzenberg  und Markus Moser (Biberfachmann) aus Rheineck zwei bestens geeignete Personen für die Vorstandsarbeit zur Verfügung.     Anni Kern beleuchtete kurz die Situation unserer einheimischen  Fledermäuse.   Das Vereinsvermögen vergrösserte sich um rund 10'000 Franken. Der ansehnliche Kassabestand soll aber nicht gehortet, sondern weiterhin für sinnvolle und nachhaltige Projekte eingesetzt werden.  

Mitglieder
 

Leider mussten wir im Januar 2008 Abschied nehmen von unserem langjährigen treuen Mitglied Reinhard Näf, der am 12. Januar in seinem 82. Lebensjahr nach kurzer, schwerer Krankheit verschied.   Hans Vetter schrieb in seinem Nachruf unter anderem folgendes:   „Reinhard Näf war ein erfolgreicher und geschätzter Lehrer. Sein Interesse galt der Natur: Dem Garten, den vielen Blumen und Gräsern. Dies alles brachte ihm Zufriedenheit in sein Leben. Überall legte er aber auch seine künstlerische Hand an und brachte damit Freuden. Er war ein bodenständiger Mann. Er setzte sich auch für öffentliche Dinge ein, für die er seine klare Meinung verteidigte.“ Besonders angetan hatten es Reinhard Näf die Fledermäuse. Mit 71 Jahren hatte er sich für den Naturschutzverein Am Alten Rhein zur Verfügung gestellt, zusammen mit seiner Frau Vreni sowie Elsi und Anni Kern von 1997 bis 2000 den Einführungskurs für Lokale Fledermausbeschützer zu besuchen. Bis 2004 führte er dieses Amt zur vollsten Zufriedenheit aus. Reinhard: Wir danken Dir für Deinen grossen, uneigennützigen Einsatz!    

Reinhard Näf und Hans Vetter

Mitglieder-Aussand

Der erste Aussand erfolgte  in 340 Expl. im Hinblick auf die HV wie gewohnt  im Februar. Der zweite Ende Juni vor den Sommerschulferien. Dank Werbung kommen jedes Jahr einige  neue Mitglieder dazu. Wie immer gibt es aber auch Mitglieder, die ihren Jahresbeitrag  vergessen oder „vergessen“. Mahnungen werden keine verschickt. Der Aufwand lohnt sich nicht. Wer seinen Jahresbeitrag drei Mal hintereinander nicht bezahlt,  wird aus der Mitglieder-Kartei  gestrichen. Leider mussten wir dieses Jahr gegen 60 Adressen wegen Todesfall, Wegzug oder  dreimaligem Nichtbezahlen des Jahresbeitrages von der Adressliste streichen.   Andere Mitglieder  wiederum runden immer wieder  grosszügig auf. So gehen regelmässig  Beiträge von 30, 40, 50 oder gar 100 Franken ein! Danke. 

Information  

Monatlich ein bis zwei Mal erstelle ich ein doppelseitiges Blättli mit wichtigen Informationen aus dem Natur- und Umweltschutzbereich. Dieses Blatt lege ich, um Werbung zu machen für unsere Arbeit und die Adressaten zu informieren und zu sensibilisieren, meiner schriftlichen Korrespondenz wenn immer möglich bei. Im Februar-Aussand haben wir die Mitglieder  erneut gebeten, uns (freiwillig) ihre Mail-Adresse bekanntzugeben. Immer mehr Mitglieder können sich für diese unkomplizierte Form der Kommunikation  entschliessen. 12 Mal im Jahre 2008 haben Interessierte von mir Elektronische Post erhalten: Vorschauen für  unsere Veran-staltungen, verschiedene Mitteilungen aus dem Natur- und Umweltschutzbereich sowie Veranstaltungsberichte und Bilder.

Jahresprogramm 2008    
Ende Februar / Anfang März Erdkröten-Rettungsaktion Buechberg 

Mittwoch 5. März   24. Hauptversammlung, 19’30 Uhr, Marienburg  Thal / Rheineck Vor der HV:  „Pflanzen am Wegrand“   DIA-Referat von Dr. Ursula Tinner (Gossau) 

Mittwoch 9. April  18’30 Uhr bis ca. 20 Uhr   Besammlung: Parkplatz Eselschwanz
St. Margrethen   Naturkundliche Biberexkursion mit Markus Moser  

Samstag 19. bis Sonntag 27. April           RHEMA Altstätten            Sonderschau des Vereins LEBENSRAUM RHEINTAL   Der NSV Am Alten Rhein  ist Kollektivmitglied dieses Vereins  

Sonntag 4. Mai   6 Uhr bis ca. 8 Uhr      Besammlung: Marienburg Rheineck/Thal Morgengesang unserer Singvögel  und  Besichtigung der neu gestalteten Parkanlage mit Walter Gabathuler  

Samstag 17. Mai         15 Uhr bis ca. 18 Uhr        Besammlung  mit  dem Velo entweder um 14’45 Uhr bei der Holzbrücke Gaissau-Rheineck oder um 15 Uhr mit dem Velo   beim KIBAG-Parkplatz im Bisenwäldeli Rheineck Naturschutz auf der Schweizer Seite des Alten Rheins   mit Josef Zoller und Sepp Keel  

Samstag 14. Juni 8 Uhr bis ca. 11 Uhr      Besammlung mit dem Velo im Bruggerhorn St. Margrethen   Naturkundliche Exkursion ins Schweizer Riet (Pass oder ID nicht vergessen) mit Josef Zoller          

Samstag 23. August 15 Uhr bis ca. 18 Uhr   Besammlung: Waldhütte der Orts- gemeinde Thal Naturerlebnis Wald      Spiel und Spass rund um Tiere, Pflanzen und Steine im Wald mit Roland Stieger und Hans-Martin Keller   

Samstag 30. August 16 Uhr bis ca. 19 Uhr     Besammlung am Bahnhof Rheineck Zugvögel    Exkursion  mit Walter Gabathuler in die Fussacherbucht ID oder Pass und Feldstecher nicht vergessen!  

Sonntag 14. September 14 Uhr bis ca. 17 Uhr   Besammlung  um 14 Uhr mit dem Velo bei der  Holzbrücke Gaissau-Rheineck            Naturschutz auf der österreichischen Seite des Alten Rheins  mit Walter Niederer          

Samstag 25. Oktober   8 Uhr bis 12 Uhr    Treffpunkt: beim Studenbüchel Pflegeaktion Fuchsloch     

Samstag 29. November   8 Uhr bis 12 Uhr   Treffpunkt: Kirche Altenrhein Pflegeaktion im Naturschutzgebiet Altenrhein  

Das Jahresprogramm 2008 konnte  mit Ausnahme der Exkursion vom 14. September (die wegen starkem Regen und unangenehmen Temperaturen auf den August 2009 verschoben werden musste) so wie publiziert durchgeführt werden. Die Anzahl der Teilnehmer war wie immer sehr unterschiedlich. Die Leute sind in dieser Hinsicht  absolut „unberechenbar“. Viele Faktoren spielen eine Rolle: Der Wochentag, das Thema, der Zeitpunkt, das Wetter, übrige interessante Veranstaltungen …und  nicht zuletzt das  aktuelle Fernsehprogramm!   Die  interessante und lehrreiche Exkursion  mit Walter Gabathuler ins Rheindelta  war leider nur schwach besucht, an der Biber-Exkursion mit Markus Moser  wurden wir von weit über 100 Personen buchstäblich „überrollt“.     Zusätzlich organisierten wir im Hinblick auf die Abstimmung zum Verbandsbeschwerderecht vom 30. November   am 5. November  im OZ Thal einen DIA-Vortrag mit dem  bekannten Fotojournalisten Herbert Maeder aus Rehetobel. Wer weiss: Vielleicht hat sein flammender Appell  am Schluss seiner prächtigen Bilder mit dazu beigetragen, die Fiala-Initiative zu bodigen?

Jahresprogramm 2009  
Dieses  ist Ihnen in gedruckter Form zugestellt worden. Es enthält 11 Termine. Möglicherweise werden wir auf  Mitte November einen Referenten einladen. Wir hoffen, dass wir  wiederum Ihren „Geschmack“ getroffen haben und dass Sie unsere Veranstaltungen zahlreich besuchen werden. Falls Sie an speziellen Exkursionen interessiert sind und selber gute Vorschläge haben: Lassen Sie es  uns  bitte wissen!

Vorstand  
Leider mussten wir im Vorstand von unserer versierten Aktuarin Silvia Hoby Abschied nehmen. Zehn Jahre lang hat sie dieses Amt sehr sorgfältig, gewissenhaft und äusserst speditiv ausgeführt. Über 50  mehrseitige Protokolle hat sie in dieser Zeit erstellt. Wir haben volles Verständnis, dass Silvia (die ein grosses Spektrum an Interessen hat) sich nun auch wieder anderen Dingen zuwenden kann. Danke, liebe Silvia, für deine  ausgezeichnete Arbeit!
Der Vorstand mit Kassierin Alice Güdel, Biberfachmann Markus Moser, Annette Pokorny, Josef Keel, Aktuar  Roland Stieger, Josef Zoller, Hans-Martin Keller sowie dem Schreibenden traf sich im Februar, Mai, August und Oktober zu vier  intensiven Sitzungen, die in der Regel (ohne gemütlichen Teil am Schluss)  meistens etwa drei Stunden dauern.   An den Vorstandssitzungen  wurden viele verschiedene Fragen und Probleme diskutiert, wie beispielsweise:  
·        Rebparzelle Bäramannli Thal
·        Pflegeaktionen Fuchsloch und Altenrhein
·        Pflanzen von hochstämmigen Obstbäumen
·        Projekt Marienburg
·        Fledermaus-Winterquartier
·        Lebensraum Rheintal (Sonderschau an der RHEMA)
·        Verbandsbeschwerderecht (Abschaffungsinitiative)
·        Kite-Surf-Zone vor Altenrhein  
Ziel unserer ehrenamtlichen Arbeit war und ist, das Bestmögliche für die Umwelt und  die Natur herauszuholen. Selbstverständlich lässt es sich nicht vermeiden, dass (da unsere zeitlichen Ressourcen als „Amateure“ bekanntlich begrenzt sind) hie und da auch Kompromisse eingegangen werden müssen.   Ich glaube aber  mit gutem Gewissen sagen zu dürfen, dass der Naturschutzverein Am Alten Rhein ein Verein ist, der stets versucht (nachhaltig) zu handeln.  
·        Wir informieren (z.B. über den Biber)
·        Wir handeln (wir haben schon viele Hochstämmer gepflanzt)
·        Wir arbeiten mit (z.B. bei der ökologischen Aufwertung der Marienburg in Thal / Rheineck)
·        Wir finanzieren mit (z.B. die Revitalisierung des Feuchtgebietes Strenglen in Rheineck, die ökologische Aufwertung MARIENBURG oder die Aufwertung des Rebberges BÄREMANNLI in Thal)
·        Wir erforschen (z.B. den Bestand der Reptilien in St.Margrethen)      

Am 28. November  traf sich der Vorstand im OCHSEN (Thal)   zu seiner jährlichen  sogenannten „Kulinarischen Sitzung“, einem gemeinsamen Nachtessen. Als Dank quasi für unsere ehrenamtliche Arbeit.

Weitere Tätigkeiten der Vorstandsmitglieder  

Roland Stieger ist aktiv in der Naturschutzkommission Thal  und ist Mitglied der AG „Aufwertung Rebberg“ sowie im Vernetzungsprojekt Buechberg. Beim Teilprojekt „Schlingnatter“ hat er Feldkontrollen durchgeführt. Er betreut unsere schöne Homepage.  

Josef Zoller war oder ist tätig in der Kommission Aufwertung Marienburg, Initiant und treibende Kraft bei der Rekultivierung der Rebparzelle Bäremannli, war Mitarbeiter bei den  Oekologischen Massnahmen im Eselschwanz St.Margrethen, er ist Leiter von Exkursionen und aktiv als  Referent. Im September 08 veröffentlichte er eine informative, interessante und lesenswerte Arbeit über das Naturschutzgebiet Altenrhein. Dazu schrieb ich ihm folgenden kurzen Brief:   Lieber Josef Endlich kam ich dazu, Deine schöne, sauber abgefasste und druckfehlerfreie  Arbeit über das NSG Altenrhein zu lesen. Hinter vielen Sätzen steckt eine sehr lange, zum Teil jahrzehntelange Beobachtungszeit. Es sind hunderte von Stunden, die Du  für uns, für unsere Nachwelt, mit beobachten, notieren und niederschreiben „geopfert“ hast. Dafür sind wir Dir zu grossem Dank verpflichtet. Im Namen unseres Naturschutzvereins gratuliere ich Dir zu Deiner umfassenden Arbeit. Gleichzeitig hoffen wir, dass es Dir gesundheitlich weiterhin recht geht. Wir brauchen Dich! Herzliche Grüsse, auch an  Deine Frau Christel (die für Deine naturschützerischen Aktivitäten so viel Verständnis zeigt)
Gieri
 

Gieri Battaglia ist Mitglied der GAöL-Kommission St.Margrethen, vertritt unseren Naturschutzverein im Verein Lebensraum  Rheintal und kontrolliert im Auftrage der Gemeinde St.Margrethen dessen  Ambrosia-Bestände. Er besuchte verschiedene  Veranstaltungen, Tagungen, Referate und Kurse. Zum Beispiel Ornithologische Arbeitsgemeinschaften Graubünden [Chur] und Bodensee [Romanshorn] , ALA [Aarau], NWG [Amden], Fischeim Rhein [Chur], Limikolen [Bern].  

Hans-Martin Keller plante und organisierte das Projekt STRENGLEN in Rheineck und ist im Vorstand  für dieses Gebiet zuständig.     Josef Keel versucht als Landwirt auf seinem Betrieb sowie im Ortsverwaltungsrat Altenrhein unsere naturschützerischen Anliegen umzusetzen. Er initiierte das sich in Planung befindliche  Projekt GILLEN.  

Dank  

Ich danke  
·        Den Revisoren Hans Vetter und Beat Bosshart
·        Der Fledermaus-Fachfrau Anni Kern
·        Dem Biber-Fachmann Markus Moser
·        Allen Referenten und Exkursionsleitern
·        Roland Stieger und den Schülern der 3. Thaler Sekundarklasse für ihre Pflegeeinsätze im Fuchsloch, in Altenrhein und im Biotop Bruechli
·        Meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand für die angenehme Zusammenarbeit ·        Allen Personen, die sich in irgendeiner Form für die Anliegen des Naturschutzvereins Am Alten Rhein  und / oder  für den Umweltschutz eingesetzt haben.
·        Der Marienburg, die uns  ihren Saal wiederum gratis zur Verfügung gestellt hat. ·        Stefan Gerth, dem Hauswart der Marienburg, für seine stets tadellose Arbeit 

   St.Margrethen 4. März 2009