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Protokoll als pdF zum Herunterladen:


Protokoll 34. HV des NSV März 18.pdf

NATURSCHUTZVEREIN AM ALTEN RHEIN  
PROTOKOLL zur 34. Hauptversammlung
am Mittwoch 14. März 2018
  um 19:30 Uhr im Hotel Hecht, Rheineck
 
Anwesende: Vorstand des NSV Am Alten Rhein: Josef Keel, Altenrhein Josef Zoller, Rorschach Roland Stieger, Thal (Aktuar) Annette Pokorny, Lutzenberg (Kassierin) Heiner Tinner, Altenrhein Elisabeth Tinner, Altenrhein 

Total anwesend: 28  Vereinsmitglieder plus 6 Vorstandsmitglieder

Entschuldigt: Gerhard Krämer, Margrit Frigg, Felix Bischofberger, Silvio Clerici, Susi Etterlin, Judith Cajochen, Hans Jakob Tobler, Susi Battaglia, Andreas Herzog.  

Wildes Patagonien – Multivisonsschau vom Thaler Fotografen Christof Sonderegger
 
Im Süden Patagoniens erleben sie ein Land der Gegensätze. Die trockene Pampa und die grossen Eisflächen liegen nur wenige Kilometer auseinander. Schon von weitem ziehen die Granitgiganten Fitz Roy und Cerro Torre die Reisenden an. Die Luft ist klar. Gute Fernsicht. Blauer Himmel. Türkisfarbene Seen. Ein Traum für Trekkingreisende und Fotografen. Solche Bilderbuchtage wechseln sich in Patagonien ab mit wolkenverhangenen Bergen und dem typisch ständig stürmischen Westwind. Natur und Klima zeigen sich ungebändigt schön. Der Thaler Fotograf Christof Sonderegger beeindruckt vor der eigentlichen HV mit seiner Multivisionsschau mit Livekommentar aus der wilden Bergwelt Patagoniens.  

HV-TRAKTANDEN:  

1.      Begrüssung Im Saal des Hotel Hecht in Rheineck begrüsst Vorstandsmitglied und Aktuar Roland Stieger  die Teilnehmer ganz herzlich zur 34. Hauptversammlung.  

2.     
Wahl der Stimmenzähler Da dieses Jahr Wahlen anstehen, wird ein Stimmenzähler vorgeschlagen und einstimmig gewählt: Roland Gerth, Thal.  

3.      Protokoll der HV 2016 Das letzjährige Protokoll wird von Aktuar Roland Stieger nicht verlesen, da dieses bereits seit fast einem Jahr auf der Vereinswebseite zum Nachlesen publiziert wurde. Das Protokoll wird genehmigt und verdankt. Auch dieses Jahr wird das Protokoll auf unserer Webseite www.natur-rhein.ch publiziert. Dort kann es auch als pdF heruntergeladen werden oder es kann beim Aktuar in gedruckter Form bestellt werden.  

4.      Jahresbericht 2017 des Vereinsvorstandes Der Jahresbericht 2017 wurde allen Mitgliedern mit der Einladung zu HV zugesandt. Auf ein Vorlesen des Berichts wird deshalb verzichtet. Die Jahresaktivitäten werden anschliessend in einer Bildauswahl und mit kurzen oder längeren Kommentaren noch einmal aufgezeigt. Josef Zoller berichtet über das Rebjahr an der Naturschutz-Rebparzelle Bäremannli. Ein Dachs hat sich bei der Ernte kräftig beteiligt, was den Ertrag deutlich schmälerte. Aufgrund tiefer Oechslegrade wurde dieses Jahr auf eine Weinproduktion verzichtet, dafür gab es besten Bio-Traubensaft. Vor dem Anbringen der Vogelschutz-Netze reduzierten wir den Traubenbehang durch Entfernen einzelner Trauben und vor allem durch Verkleinern der Trauben. Die abgeschnittenen Trauben und Traubenteile mit den noch grünen Beeren verarbeiteten wir zu Verjus. Diese Aktion hatte zum Ziel, den teilweise zu grossen Behang zu reduzieren. Anstatt die weggeschnittenen  ungerspritztenTrauben und Traubenteile wegzuwerfen, haben wir sie zu Verjus verarbeitet. Verjus kann als Essigersatz verwendet werden. Leicht verdünnt lässt er sich auch als Durstlöscher verwenden. Während den Arbeiten am Rebberg konnten viele Natur-Beobachtungen gemacht werden, z. B. die Efeu-Seidenbiene oder Raupen des Schwalbenschanz-Schmetterlings.  Aufwertung Schutzgebiet Strenglen: Darüber berichtet der Projektverantwortliche, Heiner Tinner. Das Gebiet am Bahndamm in Rheineck entwickelt sich dank den getroffenen Massnahmen prächtig. Im Frühjahr wurde eine Pflegeaktion gemeinsam mit der Ortsgemeinde Rheineck durchgeführt und im Sommer sah man Tinners öfters bei Arbeiten an und um die Weiher. Roland Stieger berichtet: Unser Projekt «WEITSICHT AM ALTEN RHEIN» hat im letzten Jahr die grosse Hürde der Baubewilligung genommen. Ebenfalls wurden für die Projektumsetzung  nach Einholung diverser Offerten die geeigneten Firmen ausgewählt. Im Zuge der Planung stellte es sich heraus, dass der Bau im Sumpfgebiet erhebliche Mehrkosten verursachen wird. Der Bauingenieur und das Bauunternehmen kamen auf Kosten von ca. 90'000.- Fr. für ein sicheres Fundament bis Höhe Plattform. Nach erheblichem Aufwand und vielen Gesuchen konnten aber die Mehrkosten gedeckt werden. An dieser Stelle ein grosser Dank an alle beteiligten Gemeinden und Stiftungen: Pol. Gemeinde Thal, Ortsgemeinden Thal und Altenrhein, Fa. Soplar (Altstätten), Ernst-Göhner-Stiftung (Zug), Albin-Pedrotti-Stiftung (St. Gallen), Ria & Arthur Dietschweiler Stiftung (St. Gallen). Nachdem das Projekt finanziell wieder auf soliden Füssen steht, macht uns der spezielle Winter 17-18 grosse Bau-Probleme. Die ganze Zeit ist der Wasserstand erheblich über dem langjährigen Mittel geblieben, was den Baustart bis jetzt verhindert hat.   Die sonstigen Tätigkeiten des Vereins konnten gemäss Jahresprogramm meistens durchgeführt werden. Auch die Pflegearbeiten im Fuchsloch Buriet und in Altenrhein gingen bei guten Wetterverhältnissen über die Bühne.   Der Jahresbericht wird anschliessend einstimmig genehmigt.   ·         Wir danken für die gute, konstruktive Zusammenarbeit mit den politischen Gemeinden, den Ortsgemeinden und ihren Vertretern. ·         Allen Personen, die sich in irgendeiner Form für die Anliegen des Naturschutzvereins Am Alten Rhein  und / oder  für den Umweltschutz eingesetzt haben. Natürlich besonders unseren treuen Mitgliedern für den Besuch der Veranstaltungen und für die finanzielle Unterstützung. ·         Herr und Frau Majer vom Hotel HECHT für das Überlassen des Saales und die Gastfreundschaft. ·         Allen heute anwesenden Mitgliedern, welche dadurch ihre Verbundenheit mit dem Naturschutzverein in besonderer Weise ausdrücken.  

5.  Vorlage der Jahresrechnung 2017, Revisorenbericht und Budget 2018   Unsere Kassierin Annette Pokorny legt die Jahresrechnung 2017 vor. Speziell ist der Kassierin aufgefallen, dass doch einige Mitglieder den obligaten Beitrag grosszügig aufrunden.  Dafür bedankt sie sich herzlich. Sie weist darauf hin, dass in der Rechnung der bisherige Beitrag von der St. Gallischen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft entfällt. Die Naturschutzflächen der NWG wurden im vergangenen Jahr von der Pro Natura St. Gallen – Appenzell übernommen. Da wir mit diesem Verein keinen Pflegevertrag haben, entfällt in Zukunft der Beitrag. Die Rechnung 2017 schliesst ab mit einem Vermögen per 31. 12. 17 von Fr. 59'362.90ab, was einer erfreulichen Zunahme um Fr. 1'364.38  entspricht.  

Revisorenbericht
Der Revisorenbericht wird vom anwesenden Revisor Marcel Knecht vorgetragen. Die Revisoren stellten anlässlich der Kontrolle eine saubere, gewissenhafte Rechnungsführung fest. Alle Zahlen stimmen und deshalb beantragen sie die Rechnung zur Abnahme und die Décharge der Kassierin Annette Pokorny. Diesem Antrag wird einstimmig entsprochen. Zweitens danken sie dem gesamten Vorstand für die geleistete Arbeit während des Vereinsjahres. Dieser Antrag wird mit Applaus genehmigt.  

Budget 2018
Das Budget für 2018 wird von der Kassierin kurz kommentiert: Annette Pokorny weist auf zwei grosse Beträge für 2018 hin: der Beitrag von Fr. 20'000.- Fr. an den Turmbau «WEITSICHT AM ALTEN RHEIN» und der Beitrag von Fr. 5000.- Fr. an das Aufwertungsprojekt Buechberg Thal.  

6. 
Wahlen
a.  Rücktritt aus dem Vorstand: Sepp Keel aus Altenrhein hat seinen Rücktritt aus dem Vereinsvorstand bekanntgegeben. Wir bedauern sein Ausscheiden aus dem Vorstand. Als engagierter Landwirt und Mitglied im Ortverwaltungsrat Altenrhein war (und ist hoffentlich auch zukünftig) er ein wichtiges Verbindungsglied und aktiver Mitarbeiter. Josef Zoller würdigt seine Arbeit folgendermassen: «Nach dem Rücktritt von Othmar Bärlocher, Altenrhein aus dem Vorstand des NSV suchten wir eine Vertreterin, einen Vertreter aus dem Dorf Altenrhein. Du zeigtest Interesse an der Mitarbeit im Vorstand. Als Mitglied des Ortsverwaltungsrates und als Landwirt kamst du immer wieder in Kontakt mit Naturschutzproblemen. Du warst der Auffassung, dass eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz für beide Seiten, besonders aber für die einheimische Mitwelt, förderlich sei. Ein Miteinander sei besser als ein Gegeneinander. Du brachtest als Unternehmer und Praktiker zahlreiche Anregungen und Ideen ein, halfst tatkräftig mit bei deren Umsetzung. Nachfolgend möchte ich einige Projekte erwähnen. -Im Ortsverwaltungsrat regtest du eine ökologische Gesamtschau für die Flächen der Ortsgemeinde an. Sie sollte eine angepasste Pflege des Flachmoors von nationaler Bedeutung und Möglichkeiten zu ökologischen Aufwertungen im Landwirtschaftsland aufzeigen. Auf Grund dieser Gesamtschau entstanden bei der Grabenpflege mehrere „Grabentümpel“, die Anlage einer „Ruderalfläche“,... -ÖQV-Projekt Altenrhein Um die Isolation von naturnahen Flächen zu vermindern, sie aufzuheben, schuf der Bund das Instrument von ÖQV-Projekten. Sie basieren auf einer zeitlich befristeten, freiwilligen Vereinbarung zwischen Kanton und Landwirt(en) für ökologische Aufwertungen und Leistungen. Im Gegenzug erhält der Leistungsnehmer Beiträge. Sie sollen die verminderten Erträge und die zusätzliche Arbeit entschädigen. Du ergriffst die Initiative zur Umsetzung eines ÖQV-Projekts in Altenrhein. Den Auftrag zur Projektierung erhielt Urs Weber vom Ökobüro Hugentobler. Eine kleine Arbeitsgruppe mit Beat Bossart vom Gemeinderat Thal, mit Sepp Keel als Grundeigentümer und Pächter und Josef Zoller vom NSV unterstützten ihn. Gemeinsam erarbeiteten wir die Projektziele. Seitens des NSV konnten zahlreiche Anregungen eingebracht werden. Der NSV übernahm das Patronat über das Projekt. Dank deines Entgegenkommens konnten zahlreiche ökologische Aufwertungen zusätzlich ausgeführt werden. So liess sich ein Mehrfaches der geforderten Minimalziele umsetzen. Die Auswirkungen der einzelnen Massnahmen sind teilweise sichtbar. Die zahlreichen neu gepflanzten Obstbäume, Nussbäume, Eichen, Pappeln und Kopfweiden prägen das Landschaftsbild. Weniger sichtbar sind die Auswirkungen auf die Fauna. Beim Grabenunterhalt im Landwirtschaftsland  wähltest du flache Böschungen, an mehreren Stellen wurde der Grabenquerschnitt verbreitert und vertieft. Dies ermöglichte Molch- und Amphibienlarven eine erfolgreiche Entwicklung. Die Biodiversität in den hochstämmigen Obstgärten ist vielfältig. Die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz ist beim ÖQV-Projekt Altenrhein eine Erfolgsgeschichte. - Amphibientümpel im Rheinholz Auf deine Initiative hin konnte der Amphibientümpel auf dem Gelände der Ortsgemeinde beim Campingplatz erstellt werden. - Strenglen Der NSV plante die Reaktivierung und Anlage von Tümpeln in der früheren Lehmgrube Strenglen. Das Rheinunternehmen erstellte ein Aufwertungskonzept. Dieses konnte mit Mitteln der IRR aus dem Topf „Endgestaltung des Alten Rheins“ finanziert werden. Das Rheinunternehmen übernahm die Holzer- und Baggerarbeiten. Du warst bei der Ausführung beteiligt. Auf deine Anregung hin konnte auf der Nachbarsfläche eine „Blumenwiese“ angesät werden.»    Als Anerkennung für die Mitarbeit im NSV-Vorstand übergibt der Naturschutzverein an Sepp Keel einen Gutschein für eine freie Auswahl an Obstbäumen von Helmut Müller und einen Nistkasten für den Garten-Rotschwanz. Letzterer ist ein selten gewordener Brutvogel in Obstgärten. Wir hoffen, dass er in einem der Obstgärten von Sepp Keel wieder Brutvogel wird. Wir wünschen Sepp und seiner Familie alles Gute, verbunden mit dem Wunsch, dass wir weiter mit ihm und seinen Mitarbeitern zusammenarbeiten können.  

b.  Wahl eines neuen Vorstandsmitglieds: Frau Silvia McGrane aus St. Margrethen stellt sich für die Wahl in den Vereinsvorstand zur Verfügung. Sie hat lange in Australien gelebt und dort auch Erfahrungen bei Wieder-Aufforstungsprojekten gesammelt. In St. Margrethen hat sie auch schon Erfahrung in einem Vereinsvorstand bekommen und freut sich auf die Mitarbeit in unserem Verein. Frau Silvia McGrane wird einstimmig und mit Applaus in den Vereinsvorstand gewählt. Herzliche Gratulation!      

7.      Anträge, allgemeine Umfrage  

Walter Gonzenbach fragt, ob man etwas machen könnte gegen das extreme Abholzen von schönen Gehölzen entlang der Autobahn, momentan in St. Margreten aktuell. Peter Thurnherr aus St. Margrethen hat ebenfalls festgestellt, dass das ASTRA sehr eigenmächtig vorgeht und dass man hier auf Granit beisst. Josef Zoller weist auch auf den Fall mit den eigentlich geschützten Farnen und Steinbrech-Pflanzen in den Schutzwänden bei Rheineck, welche durch Abruch vollständig zerstört wurden, obwohl das ASTRA darauf aufmerksam gemacht wurde.  

Unser Dank gilt:
 
·  den Revisoren Marcel Knecht und Beat Bosshart
 · allen Referenten und Exkursionsleitern
 · den Lehrkräften und  Schülern der  Sekundarschule Thal  für ihre wertvolle Mithilfe bei Pflegeeinsätzen
 
· der fleissigen Arbeitsgruppe Bäremannli und ihrem Leiter Josef Zoller
 · allen Mitglieder, die sich aktiv oder passiv, für den Verein einsetzen und an die Veranstaltungen kommen
 · allen Mitgliedern, die mit der Bezahlung des Jahresbeitrags von 20.- Fr. unsere Arbeit erst ermöglichen. Besonderer Dank jenen Mitgliedern, welche jeweils den Beitrag sogar grosszügig aufrunden.      

Die Versammlung endet ca. 22 Uhr.     

 Thal, 26. März 2018       Der Aktuar: Roland Stieger